Es war für ihn nicht immer einfach, aber mit dem Ergebnis ist er nun sehr zufrieden: Franz-Josef Bertram, erster und zurzeit ältester Bewohner der Wohnanlage „Rosengarten" in Kirchweyhe, hat einige seiner Kriegserinnerungen zu Papier gebracht. 60 Seiten stark ist das Büchlein geworden, in dem er die schrecklichen Erlebnisse an der Ostfront verarbeitet hat. „Ich bin von mehreren Menschen angesprochen worden, meine Lebensgeschichte niederzuschreiben", berichtet er von seiner Motivation. Die Arbeit an dem Buch hat ihm dabei teilweise schwer zu schaffen gemacht. Immer wieder sind die Erinnerungen hochgekommen und manchmal ist er sogar nachts aufgestanden, weil ihm wieder ein Erlebnis in den Kopf kam, das es aufzuschreiben galt. „Es ist mir auch ein großes Anliegen, der Jugend vor Augen zu führen, wie schrecklich Krieg ist", sagt er. Als junger Soldat ist er dem Tod mehrmals nur knapp entkommen, wenn Granaten in seiner Nähe einschlugen oder das Flugzeug, in dem er saß, beschossen wurde. In dem Büchlein stehen aber auch erheiternde und schöne Geschichten, auch aus seiner Zeit als Polizist in Bremen, die den Leser zum Schmunzeln oder Staunen bringen. Wer Interesse an dem Büchlein „Erinnerungen an mein Leben" hat, kann es für fünf Euro in der Wohnanlage „Rosengarten" bei Hausdame Helga Görgens (Tel. 04203 / 788 900) kaufen.